ZBB - Zahnarzt Basel - Zahnklinik am Bahnhof SBB
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Zähneputzen richtig gemacht: Evidenzbasierter
5-Schritte-Leitfaden

Welche Zahnpasta schützt die Zähne am besten? Muss es wirklich eine elektrische Zahnbürste sein? Und wie findet man die optimale Putztechnik? Hier finden Sie wissenschaftlich belegte Antworten – ein Leitfaden, mit dem Sie Karies und Zahnfleischentzündungen gezielt vorbeugen.

1. Die Wahl der Zahnpasta

Geschmack und Farbe sind Nebensache – entscheidend ist Fluorid. Fluorid stärkt den Zahnschmelz, schützt vor Säuren und repariert beginnende Schäden.

  • Empfohlener Fluoridgehalt: 1’000–1’500 ppm
  • Whitening-Zahnpasten: Vorsicht bei hoher Abrasivität – sie können den Schmelz aufrauen. Setzen Sie auf milde, fluoridhaltige Produkte.
  • Ohne Fluorid: kein belegter Schutz vor Karies.

Tipp: Nach dem Putzen den Schaum nur ausspucken, nicht stark nachspülen – so wirkt das Fluorid länger.

2. Die optimale Zahnbürste und Putztechnik

Viele erreichen trotz täglichem Putzen nicht alle Beläge – nach 2 Minuten sind im Schnitt nur rund 40 % der Plaque entfernt. Entscheidend sind Systematik, mindestens 2 Minuten und sanfter Druck.

Elektrische vs. Handzahnbürste (wissenschaftlich)

Mit beiden Bürstentypen sind gute Resultate möglich. Elektrische Zahnbürsten entfernen tendenziell etwas mehr Plaque – ob der Vorteil klinisch relevant ist, hängt stark von der korrekten Anwendung und der Putzdauer ab.

Dr. Marschalls Praxiserfahrung

Aus jahrzehntelanger Beobachtung empfiehlt Dr. Marschall überwiegend die Handzahnbürste – nicht weil sie objektiv besser wäre, sondern weil Menschen damit spürbar länger putzen. Bei elektrischen Bürsten entsteht oft das Gefühl, schon nach ~20 Sekunden „fertig“ zu sein; die 2-Minuten-Empfehlung wird dann seltener eingehalten.

Keine Regel ohne Ausnahme

Bei starker Plaqueakkumulation an hinteren Zähnen (auch hinter den letzten Molaren) oder ausgeprägtem Würgereiz empfiehlt Dr. Marschall ausdrücklich elektrische Zahnbürsten mit kompakten Köpfen – sie erleichtern die Reinigung der hinteren Bereiche.

Kriterium Handzahnbürste Elektrische Zahnbürste
Plaque-Entfernung Gut – abhängig von Technik & Dauer Tendenziell etwas besser bei richtiger Nutzung
Putzdauer Subjektiv oft länger Wird häufiger zu kurz gehalten
Empfehlung Dr. Marschall Standardempfehlung Bei hinteren Problemzonen & Würgereiz
Kosten Günstig, kaum Folgekosten Höher + Ersatzköpfe

2-Minuten-Systematik (Praxis-Tipp):
  1. Aussenflächen von rechts hinten nach links vorn
  2. Innenflächen zurück
  3. Kauflächen
  4. Sanft entlang des Zahnfleischrands

3. Der richtige Zeitpunkt fürs Zähneputzen

Ob vor oder nach dem Essen geputzt wird, ist wissenschaftlich nicht eindeutig – praktisch bewährt hat sich nach dem Essen, weil Beläge und Zucker sofort entfernt werden.

Die verbreitete 30-Minuten-Wartezeit nach Säuren ist nicht zwingend. Bei empfindlichen Zähnen reicht es, kurz mit Wasser zu spülen oder ein paar Minuten zu warten.

4. Zahnseide und Interdentalbürsten – wie sinnvoll sind sie?

Die Zahnbürste erreicht nur ~60–70 % der Zahnflächen. Für die restlichen 30–40 % sind Zahnseide (enge Kontakte) und Interdentalbürsten (grössere Zwischenräume, v. a. am Zahnfleischrand) ratsam.

  • Interdentalbürsten: ohne Zahnpasta anwenden; richtige Grösse = leichter Widerstand, ohne Gewalt.
  • Zahnseide: sanft einführen, an den Flächen entlangführen – ideal bei sehr engen Räumen.
  • Wichtig: Das beste Tool ist das, das Sie täglich benutzen.

5. Professionelle Zahnreinigung – nötig oder nicht?

Die professionelle Zahnreinigung (PZR) entfernt Beläge an schwer zugänglichen Stellen und beinhaltet Putzinstruktionen. Sinnvoll besonders bei Implantaten, erhöhtem Karies- oder Parodontitisrisiko.

  • Empfehlung: 1–2× pro Jahr, bei Risiko häufiger
  • Implantate: Entzündungen früh erkennen – Intervalle von 3–6 Monaten sind oft sinnvoll
Jetzt Termin buchen:
Individuelle Putzinstruktion & PZR – Jetzt Termin vereinbaren oder anrufen: 061 226 60 00

Bonus: Weitere Tipps zur Kariesvorbeugung

  • Fluorid-Mundspülung: zusätzlicher Schutz – ersetzt das Putzen nicht.
  • Zuckerfreier Kaugummi: 10–20 Min. nach Mahlzeiten – Speichel neutralisiert Säuren.
  • Ernährung: Zucker reduzieren; säurehaltige Getränke (Softdrinks, Energydrinks, reiner Fruchtsaft) nur selten; fluoridiertes Speisesalz nutzen.
  • Lebensstil: Nicht rauchen; bei Diabetes gute Blutzuckerkontrolle – reduziert Parodontitisrisiko.

FAQ: Häufige Fragen zum Zähneputzen

Wie oft soll ich putzen?

Zweimal täglich je mindestens 2 Minuten – systematisch alle Flächen inklusive Zahnfleischrand.

Nein. Der kariespräventive Effekt ist klar Fluorid-abhängig. Setzen Sie auf 1’000–1’500 ppm Fluorid.

Bei engen Kontakten Zahnseide, bei grösseren Zwischenräumen Bürstchen. Entscheidend ist die tägliche Anwendung.

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